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Eine Unterschrift und plötzlich entscheidet jemand anderes, wo du bleibst: Am Ende der Haftbefehl-Dokumentation wirkt Zwang wie Rettung und „Vormundschaft“ wie Fürsorge. In dieser Folge geht es um die unbequeme Frage, ob man Menschen wegen einer Suchterkrankung zu ihrem vermeintlichen Glück zwingen darf, und was an dieser Idee juristisch und ethisch heikel ist. Wir klären, was Vormundschaft in Deutschland wirklich bedeutet, warum sie für Erwachsene abgeschafft wurde und was stattdessen das Betreuungsrecht regelt, inklusive der harten Grenzen bei Freiheitsentzug. Außerdem schauen wir darauf, warum Zwang keine Therapie ersetzt, welche Rolle Motivation und Reaktanz spielen und warum das Thema historisch in Deutschland besonders sensibel ist.
Erwähnter Link: Bittere Tränen – Unterstützung für Angehörige von Suchtkranken und Menschen mit Schizophrenie
00:00:00 Einleitung: Rettet Vormundschaft bei Sucht Leben?
00:06:26 Vormundschaft & Minderjährige: Gilt Vormundschaft bei Suchterkrankung?
00:16:51 Betreuungsrecht & Erwachsene: Was dürfen Betreuer bei Sucht entscheiden?
00:23:35 Ethische Einordnung: Braucht Sucht mehr Zwang?
00:39:45 Was brauchen Angehörige von Suchterkrankten & Abschluss